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Geschrieben von: Sebastian Steiner   
Sonntag, den 12. Juli 2009 um 10:42 Uhr

Ein hartes Hockeywochenende stand für die Kampfmannschaft diese Woche auf dem Programm. Da trotz der hohen Niederlage in Linz und der stetigen Unterbesetzung eine überraschend gute Stimmung in der Mannschaft herrschte, erwartete man den Nachtrag im Burgenland und die Abschlusspartie des Grunddurchgangs in Wien mit freudiger Erwartung ... zu Recht wie sich am Samstag Abend herausstellte.

 

TIGERS STEGERSBACH : THC TORPEDO DONAUSTADT  18:12 (5:6, 4:3, 9:3)
Tore/Assists: 1:27 Hirt / Steiner, 03:22 Hartl / Steiner, 10:47 Hartl / Hirt, 17:09 Türk / Dolecek, 17:24 Fleischer / Popovits, 19:54 Türk / Steiner, 24:51 Juricek / Fleischer, 28:57 Juricek, 38:35 Popovits / Hirt, 43:25 Juricek / Steiner, 57:15 Hartl / Popovits, 59:22 Steiner / Hartl

Mit wagen Erinnerungen an die knappe und spannende 11:12 Niederlage gegen die Tigers im ersten Saisonspiel wagten sich Freitagabend 5 Stammspieler der Torpedos in den Tigers-Cage nach Stegersbach. Tatkräftig unterstützt von Spieler-Trainer T. Türk, Farm-Team-Kämpfer M. Popovits und den beiden „meisterlichen Gfrastern“ L. Dolecek und S. Borschke wollte man die Tabellen Dritten aus dem Burgenland so gut wie möglich ärgern – und in den ersten beiden Dritteln kam man aus dem Ärgern gar nicht mehr heraus.

Mit einer genialen Mannschaftsleistung und den beiden sicheren Rückhalten A. Richter und R. Hoppenreis im Tor führte man in Drittel 1 sogar mit 6:5, nach dem 2. Drittel konnte man ein 9:9 Unentschieden verbuchen.

Es entwickelte sich ein wirklich hervorragendes spannendes Spiel auf beiden Seiten, bei dem eigentlich nur die miserable Referee-Leistung negativ zu tragen kam (2 gelbe Karten für die Torpedos und zahlreiche unnötige 2-Minuten Strafen für beide Mannschaften). Eine abermals fragwürdige 5-Minutenstrafe für die Donaustädter brach den Gästen aus Wien dann das Genick. Die Stegersbacher nützten die Überzahl eiskalt aus und zogen mit 5 Toren auf 17:10 und schlussendlich auf 18:12 davon.

Gfrasta Meistertrainer Marc Hertenberger, diesen Abend wegen seiner Sperre als 1er Trainer an der Bande tätig, zog dennoch positiv Bilanz aus der Partie. Toll gekämpft und mitgehalten, Teamgeist gezeigt und sich mit hervorragendem Kombinationsspiel und schönen Toren würdig aus dem Burgenland verabschiedet. Der Sieg der Tigers geht auf jeden Fall in Ordnung, nur das Ergebnis hätte mit ein wenig „schwarz-weißer“ Fairness nicht so hoch ausfallen müssen.

 

THC TORPEDO DONAUSTADT : KSV WIENSTROM SCORPIONS  12:6 (0:2, 3:3, 9:1)
Tore/Assists: 21:18 Steiner / Hirt, 31:25 Hartl, 34:19 Hirt / Steiner, 40:15 Türk / Steiner, 50:47 Türk / Steiner, 52:45 Hartl / Fleischer, 53:49 Hertenberger, 55:21 Steiner / Hertenberger, 57:20 Fleischer, 58:07 Dolecek / Juricek, 59:25 Fleischer / Hirt, 59:54 Fleischer / Dolecek

Die letzte Partie der Saison und wie schon am Vortag im Burgenland waren der „harte Kern“ der Kampfmannschaft A. Hartl, A. Fleischer, C. Hirt, P. Juricek und S. Steiner bereit in die letzte Hockeyschlacht im Grunddurchgang zu ziehen. Endlich wieder mit dabei war Verteidiger M. Hertenberger, am Freitag noch an der Bande, heute heiß aufs Spielen. Als Unterstützung traten wieder Spieler-Trainer T. Türk und Meister-Gfrast L. Dolecek auf die Platte, den Torraum teilten sich wie in Stegersbach A. Richter und R. Hoppenreis.

Voller Energie wollte man in die Partie starten, doch nach gut 30 Sekunden krachte es zum ersten Mal im Netz der Heimmannschaft - 0:1. Gut 4 Minuten später erhöhten die Scorpions auf 0:2. Von Aufgeben bei den Torpedos natürlich keine Spur, doch was man auch versuchte, der hervorragend aufgelegte Nationalteamkeeper der Gäste, sowie auch einige Male die Torstange und das Lattenkreuz, ließen keinen Treffer zu - Drittelstand 0:2.

Kurz nach Drittelbeginn dann die kurze Erlösung, Hirt auf Steiner und der Ball zappelt zum ersten Mal im Netz der Scorpions. Die Freude währte allerdings nur gut eineinhalb Minuten, und auch das 1:4 mussten die Torpedos nach knapp 7 Minuten hinnehmen. Es entwickelte sich ein chancenreiches Spiel, in dem A. Hartl im Alleingang den Anschlusstreffer erzielte, wobei die Gäste nur eine Minute später den alten Abstand wieder herstellten. Vor der Pause erhöhte C. Hirt noch das Torkonto der Torpedos, doch der Rückstand hatte sich wie im ersten Drittel leider noch nicht verkürzt - 3:5.

Tormannwechsel bei den Hausherren. Der stark spielende R. Hoppenreis machte dem dynamischen A. Richter Platz, der seine Mannschaft im letzten Drittel mit Paraden unterstützen soll. Nach nur 15 Sekunden schien alles so zu laufen, wie man es sich für das Schlussdrittel vorgenommen hatte. S. Steiner auf T. Türk, Anschlusstreffer! Knapp 3 Minuten später der Dämpfer, die Scorpions gehen wieder mit 2+ in Führung; noch 17 Minuten ... und da Rapid an diesem Abend ihre Chance nicht nützte und gegen Schalke verlor, borgten sich die Donaustädter die Rapid-Viertelstunde aus und machten sie zur Torpedo-Viertelstunde.
Zwar dauerte es noch bis zur 50sten Minute, ehe abermals T. Türk einen Pass von S. Steiner zum Anschlusstreffer einnetzte, dann ging es allerdings Schlag auf Schlag und die treuen Torpedofans konnten 10 Minuten lang Powerhockey, Kampfkraft und Siegeswillen vom Feinsten genießen. A. Hartl trifft nach Pass von A. Fleischer zum viel umjubelten Ausgleich, ehe sich M. Hertenberger mit einem Adrenalinschub durch die Abwehrreihen der Scorpions kämpft und eiskalt zur ersten Führung einschiebt. Im Minutentakt flogen nun dem Keeper der Gäste die Bälle um die Ohren. Hertenberger legt ab auf Steiner, 8:6. Dann der Auftritt des im 3. Drittel entfesselten Alex „Ice-T“ Fleischer, 9:6 im Alleingang knapp 3 Minuten vor Schluss ... Abwehrfehler der Scorpions, P. Juricek erkämpft sich beherzt die Kugel und legt ideal auf L. Dolecek ab, die alleine aufs Tor zieht – 10:6, relative weltklasse!!! Dann noch zwei Traumkombinationen in der Schlussminute und Xandl Fleischer trifft nach herrlichen Vorlagen von C. Hirt und L. Dolecek zum lupenreinen Hattrick in Drittel 3.

Die Schlusssirene ... der erste Sieg der Kampfmannschaft in der Bundesliga, „what a feeling“.
Mit einer Welle verabschiedeten sich die Torpedos von ihren Fans, die trotz der vielen Niederlagen im Grunddurchgang zahlreich erschienen waren und ihre Mannschaft unterstützt haben - VIELEN DANK!

Jetzt ist es an der Zeit ein wenig die Sommerpause zu genießen, fleißig zu trainieren und sich dann Mitte August mit vollem Elan in die Play-Off Viertelfinalmatches gegen die Irish Moose aus Linz oder die Tigers aus Stegersbach zu werfen. Wer auch immer der Gegner sein wird, die Torpedos freuen sich auf ihr erstes Bundesliga Play-Off und natürlich auf die Rückkehr von Kapitän Wolfi Wachter und den endlich wieder genesenen Teamspieler Erwin Hochauer, der seine Mannschaft trotz Verletzung bei fast allen Matches an der Bande unterstützt hat.

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